Wenn ein Auftraggeber am Ende der Zusammenarbeit schreibt, dass „es schön war, genau das zu bekommen, was man wollte, ohne vorher zu wissen, was das sein wird“, ist einiges richtig gelaufen. 

Doch – von Anfang an. Zunächst ging es darum herauszufinden, welche Vorstellungen unser Auftraggeber aus dem Projekt Netzteufel der Evangelischen Akademie Berlin hatte. Einige Eckdaten gabs vorab: partizipativ, inhaltlich zum Thema „Positive Narrative als Alternative zu Hate Speech“, Referent*innen der Akademie als Durchführende (gerne neue Methoden!), ansprechend für das sehr heterogene Publikum der Akademie. 

Gemeinsam definierten wir schließlich den Arbeitsauftrag an planpolitik: Es sollte ein interaktiver, kreativer, ergebnisoffener und für Menschen unterschiedlichster Hintergründe zugänglicher Workshop werden, der so vorbereitet ist, dass das Team der Akademie ihn selbst durchführen kann. Nach einigen gemeinsamen konzeptionellen Überlegungen stand schließlich unsere Idee: Eine abgewandelte Form des Design Thinking-Prozesses, bei dem über zwei Tage hinweg in vier Arbeitsgruppen positive Narrative entwickelt und diese anschließend als Prototypen für eine digitale Umsetzung getestet werden. 

Vor der Ausarbeitung des Konzeptes stand allerdings ein Test der Methode Design Thinking mit dem Team der Akademie selbst. Dabei ging es neben dem heiteren Erleben der Methode auch gleich um die methodische Anpassung an den angedachten Workshop-Kontext. Schließlich sollten alle Beteiligten sich sicher und gut aufgehoben fühlen. Auf Basis dieser Überlegungen entwickelten wir schließlich einen detaillierten Workshop-Ablauf für die vier Referent*innen.

Beim zweitägigen Workshop mit gut 30 Teilnehmenden waren wir als Methoden-Coach im Hintergrund mit dabei und sahen, wie die Methode ihre Magie entfaltete: Sie führte die Teilnehmenden weg vom ständigen Schreiben und hin zum Brainstormen, Zeichnen und Herstellen – gepaart mit kontinuierlichen Feedbackschleifen, in denen die Ideen und analogen und digitalen Prototypen sich ersten Anwendungstests stellten. 

In der Nachbesprechung war klar: der Workshop selbst war ein sehr gut funktionierender Prototyp! Nur an wenigen Stellen sahen wir Anpassungsbedarf, im Großen und Ganzen war die Idee aufgegangen. Kein Wunder, dass es ein Jahr später zur Neuauflage mit optimiertem Konzept kam – und dann sogar als digitale Premiere! 

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